Maleficent – Filmkritik

Review of: Maleficent

Reviewed by:
Rating:
3
On 22. Juni 2014
Last modified:22. Juni 2014

Summary:

Von der Erzählung her bietet der Film zwar keine besonders originelle Vorgeschichte zum Titelcharakter und ebenso kein einfallsreiches Ende, zwischendurch bekommen wir aber eine recht ordentliche Storyline serviert.
Wer also eine Mischung aus Action, Fantasy, Unterhaltung, Familienfilm und gutem CGI sucht, der ist bei diesem Film richtig.

Nachdem 2011 Rotkäppchen („Red Riding Hood“), 2012 Schneewittchen („Mirror, Mirror“ und „Snow White and the Huntsman“) und 2013 Hänsel und Gretel („Hansel & Gretel: Witch Hunters“) dran waren, ist dieses Jahr Dornröschen an der Reihe für eine Neuauflage. Doch diesmal wird aus Sicht der Widersacherin erzählt. Maleficent ist die böse Fee, die der armen kleinen Prinzessin gleich nach der Geburt einen Fluch um den Hals hängt, der bewirkt, dass diese noch vor ihrem 16. Geburtstag in einen ewigen Schlaf fallen soll.

In diesem Märchen wird gezeigt, was sich „wirklich“ zugetragen hat…
Maleficent ist anfänglich eine glückliche Fee, die ihr unbeschwertes Leben im Moorland genießt. Ihre großen Flügel und die zwei Hörner auf dem Kopf lassen sie herausstechen und machen sie zu etwas Besonderem.
Eines Tages jedoch beschließt der König des benachbarten Menschenreiches, das von Neid, Zorn und Zwietracht geprägt ist, gegen die Bewohner des Moors in den Krieg zu ziehen, da er sie für gefährliche Wesen hält. Maleficent gelingt es zwar den Angriff abzuwehren, doch wird sie Opfer eines Verrats infolgedessen sie sich nach und nach in eine verschlossene, bittere Person verwandelt.
Einerseits aus Rache, andererseits um den Moor zukünftig vor den Menschen zu beschützen, stellt Maleficent ihre Macht unter Beweis und belegt die neugeborene Tochter des Königs, Aurora, mit dem altbekannten Fluch.
Über die nächsten Jahre beobachtet Maleficent wie das Mädchen aufwächst und beginnt daran zu zweifeln, ob ihre Tat der beste Weg war den Frieden für das Moorland zu sichern.

Von der Erzählung her bietet der Film zwar keine besonders originelle Vorgeschichte zum Titelcharakter und ebenso kein einfallsreiches Ende, zwischendurch bekommen wir aber eine recht ordentliche Storyline serviert.
Da der Trailer sehr düster gestaltet wurde, war ich überrascht, dass der Film durchaus lustige Elemente hatte und besonders die staubtrockenen, sarkastischen Bemerkungen von Maleficent verleihen dem Ganzen einen großen Unterhaltungsfaktor.

Schauspielerisch muss ich leider sagen, ist der Film absolut keine Meisterleistung. Angelina Jolie konnte mich zwar in ein paar Szenen überzeugen, Elle Fanning hingegen wirkt etwas zu naiv und in ernsteren Sequenzen einfach unglaubwürdig. Über dieses Manko lässt sich aber mit Hilfe der faszinierenden visuellen Eindrücke, die der Film bietet (angefangen von der Moorlandschaft, über die kleinen Babysitter-Feen, bis hin zu Angelina Jolies Wangenknochen) ein wenig leichter hinwegsehen.

Wer also eine Mischung aus Action, Fantasy, Unterhaltung, Familienfilm und gutem CGI sucht, der ist bei diesem Film richtig.

Bewertung:
3 von 5 Filmrollen

 
 

Soundtrack: